Resopal Platten - was Sie über den vielfältigen Werkstoff wissen sollten

Den Begriff Resopal haben Sie sicherlich schon häufiger gehört, hat er es doch sogar bis in den Duden und viele andere Lexika geschafft. In der Umgangssprache hat er sich – ähnlich wie „Tempo“ für Papiertaschentücher oder „Melitta“ für Kaffeefilter – als Gattungsbegriff für eine Art Kunststoff durchgesetzt, was aber nicht richtig ist und dem Ursprungsmaterial nicht ganz gerecht wird. Grundsätzlich handelt es sich bei einer Resopal Platte um eine Schichtstoffplatte auf der Basis von Papier, die vor allem im Innenausbau verwendet wird.

 

Das erste Patent für Resopal datiert auf das Jahr 1930. Dem breiten Publikum wurde es aber vor allem ab den 1950er Jahren bekannt, zum Beispiel als Resopal Arbeitsplatte in Einbauküchen, als Frühstücksbrett oder auch als Tischplatte auf den damals angesagten Nierentischen. Der Erfolg beruhte nicht zuletzt darauf, dass Innenarchitekten und Raumgestalter das Material wegen seiner großen Robustheit und hervorragenden Funktionalität schätzten und immer wieder für ihre Arbeit darauf zurückgriffen.

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Aus welchem Material besteht eine Resopal Platte?

Erfunden wurde Resopal in Deutschland bei der damaligen Hermann Römmler AG in Spremberg (Brandenburg). Es handelt sich dabei um einen Schichtstoff, der aus einer größeren Anzahl Papierbahnen, unterteilt in Kern- und Dekorpapiere, hergestellt wird, die zunächst mit Harz imprägniert werden. Anschließend werden die Bahnen unter hohem Druck und Hitze zwischen Metallplatten verpresst, so dass ein homogener Werkstoff entsteht. Die Herstellung und die erforderlichen Eigenschaften einer Resopal Platte unterliegen der Norm EN 438 für Hochdruckschichtpressstoffplatten.

Das Ergebnis wird auch mit dem englischen Begriff „High Pressure Laminate“ (HPL) bezeichnet, einfach übersetzt mit „Hochdrucklaminat“. Hier gilt es allerdings zu beachten, dass der Begriff nicht mit den im Handel bekannten HPL-Platten verwechselt wird. Diese werden zwar ebenfalls mit Harz und unter hohem Druck und Hitze hergestellt, bestehen jedoch im Gegensatz zu Resopal nicht aus Papier, sondern aus Holzfasern.

Resopal überzeugt durch zahlreiche positive Eigenschaften. Dazu zählen:

  • eine mechanisch und chemisch extreme Belastbarkeit
  • Stoß-, Kratz- und Abriebfestigkeit
  • Hitze- und Lichtbeständigkeit
  • Beständigkeit gegen Wasser
  • Unempfindlichkeit gegen Flecken
  • leichte Reinigung
  • Möglichkeit der Desinfektion
  • elektrische Isolierung

Darüber hinaus kann eine Resopal Platte mit bestimmten Zusätzen als

  • schwer entflammbar
  • akustisch wirksam
  • hygieneaktiv
  • magnethaftend oder
  • selbstklebend

ausgerüstet werden. Das Design lässt sich mit bedruckten Papieren und Textilien, mit Metallfolien, Holzfurnieren und anderen Materialien gestalten. Bei den Oberflächen haben Sie die Wahl zwischen haptisch fühlbaren Strukturen oder auch einem völlig glatten Look in verschiedenen Glanzgraden. Als Träger für eine Resopal Platte kommen mineralische oder Leichtbauträger, Spanplatten und vieles mehr in Frage.

Qualität und Dicke einer Resopal Platte

Die Variation der Dicke einer Resopal Platte erfolgt über den Kern. Als Standard für die Beschichtung der Trägermaterialien gelten hier Dicken zwischen 0,8 mm und 1,0 mm. Es stellt aber kein Problem dar, auch Resopal Platten von mehreren Zentimetern Dicke herzustellen oder sie beidseitig mit Dekorpapieren zu versehen.

Als sogenanntes duroplastisches Produkt verändert sich eine Resopal Platte nach der Fertigstellung in ihrem Materialcharakter nicht mehr. Sie kann zwar noch leicht gebogen, jedoch nicht mehr anderweitig umgeformt werden. Eine Ausnahme gibt es für die Weiterverarbeitung im industriellen Bereich durch eine Modifizierung der verwendeten Harze, die nach einer teilweisen Erwärmung eine Nachformung mit einem Radius von bis zu 3 mm erlaubt.

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Verarbeitung und Umweltverträglichkeit von Resopal Platten

Die Verarbeitung, zum Beispiel Sägen, gestaltet sich ähnlich leicht wie bei Holzwerkstoffen. So ist etwa die Anfertigung einer Resopal Platte nach Maß überhaupt kein Problem. Sie können Resopal kleben oder auch mit anderen Trägermaterialien verschrauben. In solchen Fällen empfiehlt sich ein Gegenzug auf der Rückseite der Resopal Platte, um langfristig ein Verziehen des Gesamtaufbaus zu verhindern.

Auch in puncto Umweltverträglichkeit muss sich Resopal nicht verstecken. Sowohl die Herstellung, als auch die Nutzung und Entsorgung verursachen keine Umweltschäden.

Einsatzmöglichkeiten für Resopal Platten

Die nahezu unerschöpfliche Vielfalt des Werkstoffs hat dazu geführt, dass Resopal die Bau-Allzweckplatte schlechthin ist und in vielen Bereichen zum Einsatz kommt. Einige weitere Beispiele außerhalb der Benutzung als Arbeitsplatte:

  • Kücheneinrichtungen (Fronten, Arbeitsplatten)
  • Innenausbau allgemein
  • Duschen und Nasszellen
  • Verkehrsmittel wie Kreuzfahrtschiffe und Züge
  • Ladenbau
  • Krankenhäuser und Schulen
  • Labore
  • Sporteinrichtungen
  • Möbel und Innentüren
  • Balkon- und Fassadenverkleidungen (unter Verwendung eines speziellen Witterungsschutzes)

Die Resopal Platten aus dem Lieferprogramm von PEK3 sind allerdings nicht für die genannten Einsatzbereiche gedacht, sondern für die Gestaltung von Arbeitsplätzen in der Montage, im Versand und ähnlichen Produktionsabschnitten. Hier lassen sie sich ausgezeichnet mit unserem System EASYTUBE kombinieren und zu individuellen Fertigungseinheiten zusammensetzen.

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Unser Lieferprogramm für Resopal Platten

Bei PEK3 erhalten sie ihre gewünschte Resopal Platte in verschiedenen Dicken und Abmessungen, um jeden Arbeitsplatz entsprechend seinen Anforderungen auszustatten. Durch die zahlreichen positiven Eigenschaften, die wir oben aufgezählt haben, lassen sich Resopal Platten in vielen Bereichen der industriellen Produktion, in Handwerksbetrieben, Lagern oder Logistikunternehmen einsetzen.

Wir beraten Sie gerne ausführlich über Resopal und zeigen Ihnen die Möglichkeiten auf, die der Werkstoff in Verbindung mit unserem modularen Rohrstecksystem EASYTUBE bietet. Wir unterstützen Sie auf Wunsch auch bei der Planung Ihrer Projekte, unabhängig von Größe und Umfang. Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir Lösungen, die gleichermaßen flexibel und nachhaltig sind und die Produktivität in Ihrem Unternehmen deutlich verbessern können. Nehmen Sie einfach unverbindlich Kontakt mit uns auf.

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